Fachgruppe
"Biometrik und elektronische Signaturen"
(FG BIOSIG)

Gesellschaft für Informatik e.V.


Fachgruppenseite im Fachbereich Sicherheit


BIOSIG 2004 – Biometrik und elektronische Signaturen

Internationale Standardisierung und innovative Authentikationsverfahren aus Forschung und Entwicklung auf dem Vormarsch für Biometrische Verfahren und elektronische Signaturen

Die mögliche Integration von biometrischen Merkmalen in Personaldokumente hat eine breite gesellschaftliche Diskussion darüber in Gang gesetzt und in der Folge den Verfahren zu Erfassung von Körpermerkmalen eine besondere Aufmerksamkeit unter den Sicherheitstechnologien beschert. Die gesetzlichen Grundlagen zu einer Erweiterung von Pässen, Personalausweisen und Visa-Dokumenten wurden bereits im Januar 2002 mit dem Terrorismusbekämpfungsgesetz gelegt. Seit diesem Zeitpunkt werden die auf dem Markt verfügbaren biometrischen Systeme auf ihre technische Einsatztauglichkeit hin untersucht. Parallel dazu wird in den Gremien der International Organization for Standardization (ISO) und in der International Civil Aviation Organization (ICAO) die Entwicklung von Standards für biometrische Datenformate und der Speicherung in Pässen vorangetrieben.

Der Workshop am 15. Juli 2004 widmet sich dieser Thematik und betrachtet die technischen Aspekte der drei biometrischen Verfahren, die sich in der engeren Auswahl befinden: Verfahren zur Gesichtserkennung, Fingerbilderkennung und Iriserkennung. Im Einführungsvortrag des Workshops wird Herr Peter Hanel von der Europäischen Kommission die Aktivitäten der EU vorstellen und die Auswirkungen der aktuell in der Entwicklung befindlichen "Council Regulation on Passports" diskutieren. Im Anschluss werden Ergebnisse der vom Bundesamt Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) durchgeführten technischen Studien zur vergleichenden Untersuchung von biometrischen Systemen präsentiert. Tony Mansfield vom britischen National Physical Laboratory wird über die Standardentwicklung zur biometrischen Performanzmessung vortragen. Neben den Praxiserfahrungen kommen auch Berichte aus der Forschung nicht zu kurz: So wird der Workshop die Erzeugung kryptographischer Schlüssel aus biometrischen Daten und auch den Einfluss von Mimik auf Gesichtserkennungsysteme diskutieren. Die oft diskutierte Fragestellung, ob sich aus Körpermerkmalen Informationen über Krankheitsbilder ableiten lassen wird zum Abschluss des Workshops von einem medizinischen Experten untersucht.


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